Aktuelles 2020


 


   Die Robinie, Baum des Jahres 2020

www.baum-des-jahres.de


 

Hier werden aktuelle Themen und Arbeitseinsätze gezeigt:

Aktuelles auch auf der Facebookseite:
https://www.facebook.com/marcneunkirchen.de



Impressionen der letzten Tage:



Sturmschadenbeseitigung in Königswinter.



Pflege eines Tulpenbaumes im Privatgarten.





Aufräumarbeiten im Gelände.



Pflege einer alten Roßkastanie als Hofbaum.



Kronenpflege und leichte Einkürzung an Zedern in Bad Honnef.





Baumpflege am Rheinufer von Rheinbreitbach.



Besuch in der Mittagspause.



Pflege alter Bäume in Köln.



Konzentration ist hier gefordert.



Totholzbeseitigung über einer Straße.



Frühstückspause - mit Abstand!




Das Tagesgeschäft läuft weiter - mit Corona nur etwas anders. 
Auch wir haben betriebsintern Maßnahmen zum Eigenschutz und zur Verhinderung einer Ausbreitung des Coronaviruses getroffen. Es wird nur das nötigste Personal eingesetzt und jeglicher Kontakt zu Kunden vermieden. Auch untereinander. So fahren die Mitarbeiter einzeln in getrennten Fahrzeugen. Aber in dieser schlimmen Zeit gibt es auch kleine gute Seiten. Zumindest in unserer Branche. Zuerst einmal sind wir sehr dankbar, dass wir weiterhin arbeiten können. Da Kindergärten, Schulen und Spielplätze geschlossen haben, ist eine Ausführung von Baumarbeiten unkompliziert möglich. Auch wir appellieren dazu, die Regeln ein zu halten. In Köln hielten sich einige Familien nicht an ein Kontaktverbot. In der Woche war es zwar erst eine Empfehlung, trotzdem räumten wir die Versammlung. Schon deswegen, weil wir den Gefahrenbereich zum Fällen von Bäumen frei halten mussten. Auch Restaurants haben nun zu. Wir nutzen auch diese Gelegenheit an einem Biergarten alte Kopfbäume zu schneiden. Also, passt auf Euch auf und bleibt gesund. Und geht nur raus, wenn es wirklich ohne Gefahren möglich ist!




Erweiterte PSA in diesen Tagen. Wir kennen das sonst nur zum Schutz vor der Rußrindenkrankheit
oder bei der EPS Bekämpfung. Zum Glück sind die Bäume aktuell ungefährlicher als das Virus.
Wir sind dankbar weiterhin arbeiten zu können. Neben den berufstypischen Gefahren, sind wir im Baum
momentan wohl sicherer als in einem Großraumbüro.



Die Schutzmaßnahmen bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners sind ähnlich wie beim Virus.



3 Mitarbeiter = 3 Fahrzeuge



Fällungen nach Sturm auf einem Spielplatz in Köln








Wenn ein Zwiesel zum Problem wird - statisch ungünstige Vergabelung am Baum.
Aus natürlichen Gründen vergabeln sich Bäume. Aber auch aufgrund Beschädigungen durch Sturm oder Verletzungen in der Jugend ist die Bildung zweier Stämmlinge möglich. Einzelne Kronenteile können fehlentwickelt wachsen. Der sogenannte V-Zwiesel kann mit der Zeit zum Problem werden. Wenn die Holzfasern unter Spannung sind und nicht gut verwachsen, kann dies kritisch sein. Es kann zum Einwachsen von Rinde kommen. Eine Spannung in diesem Bereich entsteht z.B. durch das jeweilige Dickenwachstum der Stämmlinge bzw. Äste. Ein Ausbrechen bei Sturm kann nicht ausgeschlossen werden. Um dieser Bruchgefahr entgegen zu wirken, kann man schwere Kronenteile einkürzen, um die Hebelwirkung auf die Problemstelle zu reduzieren. Bloß ist die Einkürzung gut zu überlegen. Man schafft Schnittwunden und möglicherweise andere Folgeprobleme. Bewährt haben sich Kronensicherungen. Ein spezielles Gurtmaterial wird verletzungsfrei eingebaut. So wird ein übermäßiges Aufschauckeln bei Sturm verhindert. Bei extremen Druckzwieseln wird die Schadstelle komplett beruhigt, so dass keine Bewegung mehr wirkt. Wir beraten gerne. Damit solche Schadsymptome am Baum auffallen, empfehlen wir eine regelmäßige Baumkontrolle.






Verletzungsfreier Einbau einer Kronensicherung.



Bruchgefahr an einer Trauerbuche.



Die Krone wurde gesichert. Das Dreieck verhindert zusätzlich Drehbewegungen durch Wind.



Eingewachsene Rinde.



Einbau einer Kronensicherung an einer Silberlinde in Köln.



Aufgerissener Zwiesel einer alten Robinie. Eigentlich ein Fällungsgrund. Mit einer Kronensicherung,
der zusätzlichen Einkürzung und einer Stützkonstruktion versuchen wir den Baum zu erhalten.
Weitere Berichterstattung folgt.








Wenn der Baum zur Gefahr wird - Optisch grün und gesund, aber schwer krank!
Oft werden wir von Laien böse angeguckt, wenn wir Bäume fällen. Tatsächlich hat das in der Regel einen Grund. Wie im Falle eines großen Silberahorns. Äußerlich grün und ok, fiel das Problem nur dem Fachmann auf. Der Lackporling, ein holzzersetzender Pilz hatte den Baum von innen her bereits stark zerfressen. >Das Holz bestand überwiegend aus Weißfäule. Das Lignin der Zellen wird abgebaut. Übrig bleibt ein Cellulose-haltiges, statisch unwirksames Material. Ein Starkast war bereits auf ein Auto gestürzt. Von einem Kollegen Gutachter nochmals untersucht, gab es nur eine Maßnahme. Die Fällung.



Weich und nicht mehr stabil. Weißfäule



Fällung. Für den Laien fraglich.



Nur noch ein geringer Bereich des Stammes war in Takt







Aufräumarbeiten nach Sabine:
Der Sturm war groß angekündigt, dann aber nicht ganz so heftig. Trotzdem war es eine stürmische Woche. Oftmals war unser Rat gefragt, oder eine schnelle Gefahrenbeseitigung gefordert. Wie sehr oft, stürzten hauptsächlich geschädigte Bäume um. Die meisten Schäden hätte man verhindern können. Bei einer regelmäßigen visuellen Baumkontrolle wären Schadsymptome aufgefallen...



Sturmschaden in Bonn



Zwischendurch im Ehrenamt



Oft waren Straßen blockiert





Schnelle Belohnung zwischendurch und weiter...



Blick zum Wetter! Die ganze Woche stürmte es weiter, so dass die Gefahrenbeseitigung teilweise kritisch war.




In Lohmar musste über Nacht eine Straße gesperrt bleiben, weil eine Birke zu stürzen drohte.






In Köln drohte eine tote Fichte in ein Gebäude zu stürzen. Der Baum wurde gesichert und dann abgetragen.



Baum auf Halle in Troisdorf.









Hauptsaison und dann der Sturm...
Im Februar rennen die Tage bei uns besonders schnell. Denn nicht mehr lange und einige Maßnahmen dürfen aufgrund der Schutzfrist (Bundesnaturschutzgesetz) nicht mehr ausgeführt werden. Ab März dürfen Rodungen von Bäumen auf nicht gärtnerisch genutzten Flächen nicht mehr ausgeführt werden. Aktuell laufen die Fällmaßnahmen, z.B. bei Baufeldräumungen auf Hochtouren. Und dann kam da auch noch Sabine dazwischen. Das Orkantief war mit hohen Warnungen bereits einige Tage angesagt. So richtig schlimm hat es unsere Region zwar nicht erwischt, aber Schäden gab es trotzdem. Mehr dazu in einem gesonderten Beitrag.



Baufeldräumung



Eine alte Hecke wird gefällt. Dies ist nur noch im Februar erlaubt





Kleine Fällungen `zur Erholung zwischendurch´



Fällung in Sankt Augustin



Abendstimmung im Baum



Pyramidenpappeln wurden abgetragen








Baumarbeiten auf der Insel Grafenwerth - 
In diesen Tagen werden die Baumpflege- und Fällarbeiten in Bad Honnef abgeschlossen. Im Rahmen des Projektes `Grünes Juwel unter neuem Glanz´ wurden dort diverse Maßnahmen durchgeführt. Die Insel soll in Teilen umgestaltet werden. Dies steht zur Diskussion bei Naturschützern und dem BUND. Auch wurden Bäume gefällt. Über den Umbau lässt sich vielleicht diskutieren, zu den Pflegemaßnahmen habe ich eine Meinung. Es wurde nach den Vorgaben eines biologischen Gutachtens gearbeitet. Besondere Kräuter und Stauden am Boden wurden geschützt. Auch ohne Umbau sind die Teile der Insel stark besucht. Die Stadt haftet für den verkehrssicheren Zustand der Bäume. In der Natur wären Astbrüche zu akzeptieren. In diesen Bereichen der Insel könnten dadurch Personen gefährdet werden. Die Baumpflegemaßnahmen wurden behutsamen durchgeführt. So wurde Totholz im Bereich der Promenade entfernt. Im Nordzipfel der Insel waren alte Pappeln nicht mehr bruchsicher. Misteln wurden reduziert, um ein Ausbrechen von Ästen zu verhindern. Holzzersetzende Pilze hatten einzelnen Bäumen zugesetzt. Teile- oder in Einzelfällen auch ganze Kronen wurden nach fachlichen Möglichkeiten eingekürzt. Dies dient der Baumerhaltung und somit auch dem Naturschutz. Habitasbäume mit Höhlungen wurden aus der Baumkrone heraus nochmals bewertet und nach Bedarf beschnitten. So bleibt der Rückzugsort für z.B. den Abendsegler, einer Fledermausart erhalten. Im Rahmen der Umbaumaßnahmen mussten auch einige Bäume gefällt werden. Dabei handelte es sich um geschädigte Pappeln. Die Bäume hatten in den letzten Jahren einen Vitalitätsrückgang. Dabei ist zu erwähnen, dass zukunftsfähige Bäume, wie Eichen, Ahorne und Linden nun mehr Licht und somit bessere Wachstumsbedingungen erhalten haben. Die Bäume waren bisher unterständig und hatten gegenüber den schnellwüchsigen Pionierbäumen kaum eine Chance. Auch werden erhaltenswürdige Laubbäume vor Beginn der Landschaftsbbauarbeiten umgepflanzt. Also kurz gesagt, es besteht ein Konzept bei diesen umfangreichen Maßnahmen. Wir waren dort einige Tage mit mehreren Teams kletternd und mit einer Arbeitsbühne im Einsatz. Wir konnten somit einen Beitrag für sichere Bäume unter Beachtung des Naturschutzes leisten.




Baumarbeiten mit einer großen Hubarbeitsbühne...



und auch kletternd.



Kronenpflege an alten Pappeln



Einige Pappeln mussten gefällt werden






Astbrüche wurden entfernt



Kroneneinkürzung an Pappel



Misteln wurden reduziert



Technikeinsatz am Strand



Teamwork



Aufräumarbeiten






Spaß, nicht nur in den Pausen



Klettereinsatz in Ufernähe



Sonnenuntergang am Rhein







 

 
Baumfällungen der riskanten Art: "Solche Extrembäume hatten wir auch noch nicht." An einem Ausflugslokal wurden weitere Fällmaßnahmen durchgeführt. Alte Buchen im Waldbestand sind nicht mehr sicher. Der Zuweg der Sehenswürdigkeit führt durch den Wald. Viele Besucher laufen dort her. Einigen Buchen fehlt es an Bruchsicherheit. Ein paar Bäume sind nicht mehr standsicher. Holzzersetzende Pilze haben das Holz bereits so extrem abgebaut, dass es sogar uns Fachkräfte verwundert, wie so ein Baum überhaupt gehalten hat. Glücklicherweise wurde kein Fußgänger verletzt. Es war höchste Zeit... Mit Seilunterstützung und schweren Forstseilwinden wurden die dicken Bäume gefällt. Das sägen eines Fallkerbes zur Bestimmung der Fallrichtung war teils nicht möglich. Extremer Steilhang erschwerte ein sicheres Arbeiten. Einzelne Bäume wurden mit der Seilwinde umgezogen. Das Holz zerplatzte regelrecht in der Luft. Fetzen von Weißfäule und Staub schleuderten hoch. Ich habe zwar von Baumsprengungen des THW gehört (der fachliche Sinn ist mir sehr fraglich), aber wir haben es nun ohne Sprengstoff geschafft. Eine Telefon- und Stromleitung verlief im Fällbereich. Alle Bäume konnten ohne Schäden im Umfeld gefällt werden. Ein paar Tage zuvor wurden dort Bäume mit einer speziellen Raupenbühne abgetragen.





Morsche Buchen werden abgetragen









Am Stamm okay, in der Krone jedoch bestand Bruchgefahr



Stämmling zu Weißfäule zersetzt



Gefährliche Fällung im Steilhang