Aktuelles 2020


 


   Die Robinie, Baum des Jahres 2020

www.baum-des-jahres.de


 

Hier werden aktuelle Themen und Arbeitseinsätze gezeigt:

Aktuelles auch auf der Facebookseite:
https://www.facebook.com/marcneunkirchen.de

Tag der Kroneneinkürzungen -
Bäume werden aus verschiedenen Gründen eingekürzt. Die Gründe sollten allerdings Fachliche seine. Immer noch zu oft wünscht der Kunde die Einkürzung bis in den Starkastbereich, weil der Baum: ... Licht nimmt, viel Laub abwirft, oder sich bei Sturm bedrohlich bewegt. Die Angst von Kunden wird zudem durch Baumdienste bzw. 'Baumchirurgen' ausgenutzt. Das Ergebnis gleicht oft einer Vergewaltigung. Dabei wird grundsätzlich die Baumbiologie missachtet. Der Baum ist ein Lebewesen. Der arttypische Wuchs wurde über tausende von Jahren genetisch perfektioniert. Kappungen bis in den starken Holzbereich sind baumzerstörend und bringen nur Nachteile. (Der Kronensicherungsschnitt zur Erhaltung einer Habitatsstruktur ausgenommen. Hier stehen andere Argumente im Vordergrund.)
Es gibt aber auch begründete Maßnahmen. Die Einkürzung darf dabei nicht zu stark sein. Das Motto: Viele kleine Schnitte sind besser, als wenige starke. Der Habitus muss erhalten bleiben. Bei verschiedenen Schadsympthomen, wie Holzfäule kann durch eine Kroneneinkürzung die Bruchsicherheit erhöht werden und der Baum weitere Jahre verkehrssicher erhalten werden. So geschehen an einer alten mächtigen Platanengruppe in einem Privatgarten in Bonn. Schwere kopflastige Kronenteile wurden entlastet. Hier bestand Bruchgefahr bei Starkregen mit Sturm. Die Platane verträgt als gutabschottende Baumart den Eingriff ohne Probleme.
Wenn die Wurzeln beschädigt sind, spricht man von der Standsicherheit. Auch vergreiste Bäume kann man durch einen Schnitt bis in vitale Bereiche möglicherweise weitere Jahre erhalten. Es bildet sich eine Sekundärkrone. Aufgrund der aktuellen Situation an vielen geschädigten Bäumen, werden 'stark eingreifende Maßnahmen' gemäß ZTV Baumpflege in den nächsten Jahren sicher zum Tagesgeschäft gehören. Es bleibt spannend, ob es alle Baumarten schaffen werden.




 


Käferfallen abgebaut - gute Nachrichten für dieses Jahr.
In einem Gewerbegebiet wurden nun die Fallen für den Asiatischen Laubholzbockkäfer demontiert. Wir überwachen dort im Auftrag des Pflanzenschutzdienstes der Landwirtschaftskammer NRW einen bestimmten Bereich um einen Fundort. Der Radius wird festgelegt, nachdem eine Larve, oder ein Käfer gefunden wurde. Der Asiatische Laubholzbockkäfer wurde mit Verpackungsmaterial aus China vor einigen Jahren eingeschleppt. Die Larve frisst sich durch das Holz gesunder Bäume, hauptsächlich Ahornarten. Die Ausbreitung muss unbedingt gestoppt werden. Die Bäume sterben meistens ab. Auch mit Fördergeldern der EU werden sehr aufwendige Monitoringmaßnahmen durchgeführt. So ist es z.B. unser Auftrag einige Fallen mit speziellen Pheromonen zu kontrollieren. Damit soll das Vorkommen in der Quarantänezone überwacht werden. Dazu gibt es nichts neues. Also die gute Nachricht für dieses Jahr. In Landkreisen von Bayern, Magdeburg und anderen einzelnen Vorkommen anderer Länder sieht die Lage hingegen nicht so gut aus. Weitere Maßnahmen folgen trotzdem auch bei uns in der Region um Bornheim, Bonn und Alfter. Nur zur Sicherheit. Die Fallen wurden nun ersteinmal wieder abgenommen und über den Winter eingelagert.





 



Oktober - die Fällsaison hat gestartet! Viele denken, dass nun das Schneiden von Bäumen erlaubt ist. Je nach Standort und Maßnahme empfehlen sich Schnittmaßnahmen allerdings aus biologischen Gründen in den Somemrmonaten. Der Baum ist das in der Vegetationsphase und kann auf die Wunden reagieren. Das Fällen von Bäumen ist zwar theorethisch auch im Sommer erlaubt, aber dazu gilt es einiges zu beachten. Das Bundesnaturschutzgesetz regelt die Schutzfrist im §39. Nur auf gärtnerisch genutzten Flächen und nach ausführlicher Inaugenscheinnahme darf im Sommer gefällt werden. Deswegen starten die meisten Baumfällungen im Oktober. Aber auch in den Wintermonaten muss man auf Lebensstätten geschützter Tierarten achten!
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir aufgrund sehr hoher Nachfragen in diesem Zeitraum nicht alle Anrufe und Emails zeitnah beantworten können. Ich möchte mir für Ihr Anliegen Zeit nehmen und mich dann darauf auch konzentrieren. So werden Ortstermine nur systemathisch der Reihe nach erfolgen können.
Nachfolgend ein paar Impressionen der letzten Tage:




Fällungen in Bonn und der Region...






Fällung hoher toter Fichten in Rösrath.





Der Borkenkäfer findet auch die letzten noch grünen Fichten.





Oft unscheinbar verstecken sich weiterhin Sturmschäden vom August in den Bäumen.



Die Aufräumarbeiten haben viel Zeit und Kraft gekostet.



Pflegemaßnahmen in Köln.



Baumabtragung über eine Seilbahn.



Fällungen die nötig sind...






Weiter Inaugenscheinnahme in der Baumkrone bei einem Privatkudnen.



Die Pflegemaßnahmen laufen paralell weiter.




Gewitter verursachte Schäden im Bonner Raum - Der Durchzug einer Gewitterzelle verursachte am 13.08. Schäden an Bäumen. Noch am Abend und in der Nacht waren zwei Teams im Einsatz, um kippgefährdete Bäume zu sichern und Autos und Wege frei zu räumen. Am Folgetag trudelten die Meldungen beinahe im  Minutentakt ein. Dank eines motivierten und konzentriertem Team gelang eine zügige Abarbeitung und die Beseitigung von Gefahrenstellen. Vor allem im Bonner Raum waren Eichen und Platanen betroffen. Astbrüche hingen über Gehwegen und Straßen. Noch am Samstag waren vier Kolonnen unterwegs. Danke an das Team und die Subunternehmer!



Einsatz am Abend in Bonn.



Astbrüche über der Straße werden abgeseilt.



Neue Meldung: Droht Fichte um zu kippen.



Astbrüche in Hennef.



Notfällung in Köln.



In Bonn überall ähnliche Bilder.



Kronensicherungsschnitt an gebrochenem Silberahorn an einer Kirchenanalge.



Umgestürzte Fichte im Garten.





Astbrüche über einer Kreuzung in Duisdorf.



Nacharbeiten von Brüchen an einer Wohnanlage.



Trauerbuche hat es schwer - Das trockene Wetter hält an. Alte sehr seltene Bäume drohen dabei zu verdursten. Wir entfernten Totholz aus einer sehr großen Trauerbuche in Bonn.



Die Äste leiden unter Sonnenbrand. Holzfäule breitet sich aus.








Hauptjob im Sommer 2020: Fällung toter Bäume. Die Trockenheit hält an und Bäume sterben...
 




 

 

Achtung giftige Raupen!
Und täglich grüßt das Murmeltier. Heute gibt es mal keine abgestorbenen Bäume zu fällen, aber dafür wieder Nester zu entfernen. Der Eichenprozessionsspinner ist weiter auf dem Vormarsch. Die Trockenheit begünstigt die Ausbreitung. Die Nester werden immer größer. Das Nesselgift der Brennhaare löst allergische Reaktionen bis hin zur Atemnot aus. Handlungsempfehlung: Bei Kontakt, ziehen Sie schnellstmöglich die kontaminierte Kleidung aus. Spülen Sie die Augen mit viel Wasser. Bei starken Hautreizungen suchen Sie einen Hautarzt auf. Bei Atemnot Notruf 112.
Achten Sie im Umfeld von Eichen also darauf. Oft sind die Tierchen für den Laien nicht direkt zu erkennen. Brennhaare lösen sich von der Raupe und können noch viele Monate, auch am Boden vorhanden sein. Spielende Kinder sollten den Aufenthalt an Eichen meiden. Es gab bereits einzelne Fälle, wo Kinder in ärztliche Behandlung mussten. Impressionen der letzten Einsätze für eine Stadt zur Gefahrenbeseitigung:

















Bäume im Ausnahmezustand - Trockenstress und die Folgen.
Trotz kurzer Gewitterschauer ist es weiter zu trocken bei uns in der Region. Mich schockiert es, wieviele alte Bäume absterben. Die Reserven sind längst verbraucht. Nach den extremen Sommer der letzten Jahre, zeigen sich die Ergebnisse immer deutlicher. Schädlinge haben leichtes Spiel und treten verstärkt auf. Unzählige Bäume vergreisen und sterben ab. Oft erwarten Kunden eine schnelle Lösung des Problems, wenn ich zum Ortstermin komme. Die Antwort und mein Rat fällt meistens gleich aus: Wässern! Doch oft sind die Bäume bereits so stark geschädigt, dass es schon zu spät ist. Wir werden mit den Auswirkungen leben müssen. Und Baumfällungen zur Sommerzeit bleiben das fast tägliche Geschäft. Die Pflege grüner und gesunder Bäume stellt aktuell eine seltene Aufgabe dar. Mit unterschiedlichen Mitteln wird versucht zu retten, was zu retten ist. An alten Buchen z.B. wurde spezielle Farbe aufgetragen, um die empfindliche Rinde zu schützen. Eine Art Sonnencreme sozusagen. Wässert die Bäume, da wo es möglich ist!



Eine spezielle Farbe wird zum Schutz der dünnen Rinde aufgetragen.





Das tägliche Bild.




Gefahrenbaum sorgte für Straßensperrung - Hitze, anstrengende Bäume und dann Feierabend?
Ein Notfall verhinderte fast die ersehnte Dusche. Kurz hinter der Landesgrenze in Rheinland-Pfalz war die Feuerwehr am Freitagabend zu einem umgestürzten Baum ausgerückt. Vor Ort fiel den Einsatzkräften auf, dass eine Erle unter der Last einer schräg hängenden großen Pappel umgestürzt war. Das größere Problem waren die ineinander verkeilten Bäume. Spezielle Fachkenntnis war gefragt. Gefahr in Verzug! Da neue Gewitter angekündigt waren, entschieden wir das Problem nicht mehr am späten Abend zu lösen. Der Bauhof sperrte die einzige Zufahrt zu einer Ortschaft über Nacht. Am nächsten Morgen rückten wir mit Hubarbeitsbühne und Schlepper an. Die Gefahrenstelle konnte kurzfristig beseitigt werden. Die Anwohner konnten mit etwas Verspätung zum Bäcker fahren. Direkt im Anschluss wurde ein weiterer Sturmschaden aus der vergangenen Woche beseitigt. An einer Kirche in Beuel war eine Zeder auseinander gebrochen. Der Baum musste gefällt werden. Bereits am Donnerstag war ein Team mit einer umgestürzten Buche beschäftigt. Immerhin bieten diese Notfälle ein wenig Abwechslung zu den fast täglichen Fällungen von abgestorbenen Bäumen...














Ausbrüche an Atlaszeder führt zur Fällung - 
In einem Privatgarten wurde eine mächtige Zeder abgetragen. Besonderes Geschick und spezielle Abseiltechniken waren gefragt. Im nahezu perfekten Teamwork und dem passenden Maschineneinsatz war der Auftrag gegen Mittag durchgeführt.



Baumabtragung mit Hubarbeitsbühne





Kronenteile wurden abgeseilt.











Baumsterben - und es wird noch schlimmer! Nach weiter anhaltender Trockenheit geben viele Bäume auf. Bereits die letzten extremen Sommer waren zu viel. Nun sterben überall Bäume. Auch alte und große Bäume. Man sollte meinen, dass deren tiefgründige Wurzeln an Wasser kommen. Doch der Boden ist bis in tiefe Horizonte trocken. Weiter ist kein ergibiger Landregen in Sicht. Bereits im Mai herscht Dürre. Wenn Sie können, gießen Sie die Bäume. Blumen und Rasen sehen schön aus, sind aber leichter zu ersetzen. Alle Bäume sind sehr geschwächt und brauchen unsere Hilfe, wo es geht! Vor allem geschädigte Bäume sind am absterben. Birken, Ahornearten und natürlich die Borkenkäfer-geplagten Fichten wird es bald nicht mehr geben. Im Siebengebirge sterben über 100-jährige Buchen ab. Andere brechen wegen der Trockenheit auseinander. Es muss zukünftig mit einer gravierenden optischen Veränderung in Wäldern und dem urbanen Grün gerechnet werden. Das Bild von Bäumen, wie wir es kennen wird es in einigen Jahren nicht mehr geben.














Sie hängen wieder - die Fallen für den Asiatischen Laubholzbockkäfer wurden installiert.
Im Auftrag der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen werden auch diesen Sommer Monitoringmaßnahmen durch uns begleitet. Der Käfer wurde vor einigen Jahren aus China eingeschleppt. Ahornbäume stehen weit oben auf der Speiseliste. Die Bäume gehen in der Regel nach einem Befall ein. Wollen wir hoffen, dass in den nächsten Monaten kein Käfer in die Fallen fliegt. Das würde bedeuten, dass das Quarantänegebiet erfolgreich überwacht wurde und eine Ausbreitung gestoppt wurde.






Bäume und ihre Probleme - Trotz Vegetationsphase sind wir weiter am fällen.
Die wenigsten Bäume haben aktuell keine Probleme. Die Trockenheit setzt weiter zu. Schädlinge, oder Windbruch geben dann den Rest...

















Gibt es in einigen Jahren noch Fichten?
Der Borkenkäfer greift weiter an... Fällungen im Bergischen.









Baumpflege auf dem Gelände einer Kirchengemeinde in Bonn:




Gehörschutz runter!














Fällung im Mai. - Standsicherheit war beeinträchtigt. In einem Bonner Innenhof musste eine Roßkastanie gefällt werden. Da ein zweiter Baum in Gruppenstellung stand, mussten leider beide Bäume abgetragen werden. Vermutlich waren die Wurzeln bei Bauarbeiten in der Vergangenheit so stark beschädigt worden, dass sich mit den Jahren eine Kernfäule im Bereich des Stammfußes gebildet hat. Auf engstem Raum und über Dächern wurden dabei fast alle Rigging-Möglichkeiten angewandt. Dies gelang in perfektem Teamwork.













Mit Abstand, in Zeiten von Corona.









Totholzbeseitigung im Wald?! - Verkehrssicherung an Waldwegen. Ja, vielleicht ein etwas außergewöhnlicher Auftrag. In Sankt Augustin wird ein Waldgebiet als Naherholungsgebiet genutzt. Die Flächen bekommen teilweise einen Parkähnlichen Charakter. Aus diesem Grund entschied die Stadt, alle Hauptwege zu sichern. Totholz in Richtung Weg wurde entfernt. Das waren so einige Bäume, welche bearbeitet werden mussten. Mit einer Hubarbeitsbühne, aber auch kletternd war dort ein Team die letzten Wochen im Einsatz. Gerade in Zeiten von Corona zeigt sich die Wichtigkeit von funktionellen Naherholungsgebieten.






Es grünt so grün der Mai - Zeit für Baumpflege!
Nun ist das Laub gebildet und die Bäume sind in der Vegetationsphase. Schnittwunden können über einen relativ langen Zeitraum gut versorgt werden. In den letzten Tagen haben wir an einigen Bäumen Schnittmaßnahmen durchgeführt. Jedes mal bin ich dankbar über diesen tollen Beruf. Eine echte Berufung.










 

Frühjahr 2020 - der Trockenstress geht weiter!
Nach einer kurzen Erholung der Wassersättigung im Boden Mitte Februar, bleibt der Niederschlag aktuell aus. Die Bäume befinden sich in der Mobilisierungsphase. Laub wird gebildet. Dazu wird Wasser dringend benötigt. Eigentlich regnet es im Frühjahr regelmäßig. Nach den Extremjahren 2018 und 19, ist es weiter zu trocken. Bäume müssen weiter von Reserven leben, die kaum da sind. Sie sind zunehmend geschwächt. Krankheiten sind die Folge. In der Natur zeigen sich längst die Folgen. Wenn möglich, sollte im Garten gewässert werden. Wälder leiden, nicht zuletzt durch den Borkenkäfer. Die Fichte ist eigentlich nicht heimisch. Monokulturen waren ohnehin gefährdet und im Waldbau nicht sehr naturverträglich. Aber auch heimische Rotbuchen im Siebengebirge sterben ab. Die Waldbrandgefahr ist nun hoch. Also aufgepasst!














Impressionen der letzten Tage:



Sturmschadenbeseitigung in Königswinter.



Pflege eines Tulpenbaumes im Privatgarten.





Aufräumarbeiten im Gelände.



Pflege einer alten Roßkastanie als Hofbaum.



Kronenpflege und leichte Einkürzung an Zedern in Bad Honnef.





Baumpflege am Rheinufer von Rheinbreitbach.



Besuch in der Mittagspause.



Pflege alter Bäume in Köln.



Konzentration ist hier gefordert.



Totholzbeseitigung über einer Straße.



Frühstückspause - mit Abstand!




Das Tagesgeschäft läuft weiter - mit Corona nur etwas anders. 
Auch wir haben betriebsintern Maßnahmen zum Eigenschutz und zur Verhinderung einer Ausbreitung des Coronaviruses getroffen. Es wird nur das nötigste Personal eingesetzt und jeglicher Kontakt zu Kunden vermieden. Auch untereinander. So fahren die Mitarbeiter einzeln in getrennten Fahrzeugen. Aber in dieser schlimmen Zeit gibt es auch kleine gute Seiten. Zumindest in unserer Branche. Zuerst einmal sind wir sehr dankbar, dass wir weiterhin arbeiten können. Da Kindergärten, Schulen und Spielplätze geschlossen haben, ist eine Ausführung von Baumarbeiten unkompliziert möglich. Auch wir appellieren dazu, die Regeln ein zu halten. In Köln hielten sich einige Familien nicht an ein Kontaktverbot. In der Woche war es zwar erst eine Empfehlung, trotzdem räumten wir die Versammlung. Schon deswegen, weil wir den Gefahrenbereich zum Fällen von Bäumen frei halten mussten. Auch Restaurants haben nun zu. Wir nutzen auch diese Gelegenheit an einem Biergarten alte Kopfbäume zu schneiden. Also, passt auf Euch auf und bleibt gesund. Und geht nur raus, wenn es wirklich ohne Gefahren möglich ist!




Erweiterte PSA in diesen Tagen. Wir kennen das sonst nur zum Schutz vor der Rußrindenkrankheit
oder bei der EPS Bekämpfung. Zum Glück sind die Bäume aktuell ungefährlicher als das Virus.
Wir sind dankbar weiterhin arbeiten zu können. Neben den berufstypischen Gefahren, sind wir im Baum
momentan wohl sicherer als in einem Großraumbüro.



Die Schutzmaßnahmen bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners sind ähnlich wie beim Virus.



3 Mitarbeiter = 3 Fahrzeuge



Fällungen nach Sturm auf einem Spielplatz in Köln








Wenn ein Zwiesel zum Problem wird - statisch ungünstige Vergabelung am Baum.
Aus natürlichen Gründen vergabeln sich Bäume. Aber auch aufgrund Beschädigungen durch Sturm oder Verletzungen in der Jugend ist die Bildung zweier Stämmlinge möglich. Einzelne Kronenteile können fehlentwickelt wachsen. Der sogenannte V-Zwiesel kann mit der Zeit zum Problem werden. Wenn die Holzfasern unter Spannung sind und nicht gut verwachsen, kann dies kritisch sein. Es kann zum Einwachsen von Rinde kommen. Eine Spannung in diesem Bereich entsteht z.B. durch das jeweilige Dickenwachstum der Stämmlinge bzw. Äste. Ein Ausbrechen bei Sturm kann nicht ausgeschlossen werden. Um dieser Bruchgefahr entgegen zu wirken, kann man schwere Kronenteile einkürzen, um die Hebelwirkung auf die Problemstelle zu reduzieren. Bloß ist die Einkürzung gut zu überlegen. Man schafft Schnittwunden und möglicherweise andere Folgeprobleme. Bewährt haben sich Kronensicherungen. Ein spezielles Gurtmaterial wird verletzungsfrei eingebaut. So wird ein übermäßiges Aufschauckeln bei Sturm verhindert. Bei extremen Druckzwieseln wird die Schadstelle komplett beruhigt, so dass keine Bewegung mehr wirkt. Wir beraten gerne. Damit solche Schadsymptome am Baum auffallen, empfehlen wir eine regelmäßige Baumkontrolle.






Verletzungsfreier Einbau einer Kronensicherung.



Bruchgefahr an einer Trauerbuche.



Die Krone wurde gesichert. Das Dreieck verhindert zusätzlich Drehbewegungen durch Wind.



Eingewachsene Rinde.



Einbau einer Kronensicherung an einer Silberlinde in Köln.



Aufgerissener Zwiesel einer alten Robinie. Eigentlich ein Fällungsgrund. Mit einer Kronensicherung,
der zusätzlichen Einkürzung und einer Stützkonstruktion versuchen wir den Baum zu erhalten.
Weitere Berichterstattung folgt.








Wenn der Baum zur Gefahr wird - Optisch grün und gesund, aber schwer krank!
Oft werden wir von Laien böse angeguckt, wenn wir Bäume fällen. Tatsächlich hat das in der Regel einen Grund. Wie im Falle eines großen Silberahorns. Äußerlich grün und ok, fiel das Problem nur dem Fachmann auf. Der Lackporling, ein holzzersetzender Pilz hatte den Baum von innen her bereits stark zerfressen. >Das Holz bestand überwiegend aus Weißfäule. Das Lignin der Zellen wird abgebaut. Übrig bleibt ein Cellulose-haltiges, statisch unwirksames Material. Ein Starkast war bereits auf ein Auto gestürzt. Von einem Kollegen Gutachter nochmals untersucht, gab es nur eine Maßnahme. Die Fällung.



Weich und nicht mehr stabil. Weißfäule



Fällung. Für den Laien fraglich.



Nur noch ein geringer Bereich des Stammes war in Takt







Aufräumarbeiten nach Sabine:
Der Sturm war groß angekündigt, dann aber nicht ganz so heftig. Trotzdem war es eine stürmische Woche. Oftmals war unser Rat gefragt, oder eine schnelle Gefahrenbeseitigung gefordert. Wie sehr oft, stürzten hauptsächlich geschädigte Bäume um. Die meisten Schäden hätte man verhindern können. Bei einer regelmäßigen visuellen Baumkontrolle wären Schadsymptome aufgefallen...



Sturmschaden in Bonn



Zwischendurch im Ehrenamt



Oft waren Straßen blockiert





Schnelle Belohnung zwischendurch und weiter...



Blick zum Wetter! Die ganze Woche stürmte es weiter, so dass die Gefahrenbeseitigung teilweise kritisch war.




In Lohmar musste über Nacht eine Straße gesperrt bleiben, weil eine Birke zu stürzen drohte.






In Köln drohte eine tote Fichte in ein Gebäude zu stürzen. Der Baum wurde gesichert und dann abgetragen.



Baum auf Halle in Troisdorf.









Hauptsaison und dann der Sturm...
Im Februar rennen die Tage bei uns besonders schnell. Denn nicht mehr lange und einige Maßnahmen dürfen aufgrund der Schutzfrist (Bundesnaturschutzgesetz) nicht mehr ausgeführt werden. Ab März dürfen Rodungen von Bäumen auf nicht gärtnerisch genutzten Flächen nicht mehr ausgeführt werden. Aktuell laufen die Fällmaßnahmen, z.B. bei Baufeldräumungen auf Hochtouren. Und dann kam da auch noch Sabine dazwischen. Das Orkantief war mit hohen Warnungen bereits einige Tage angesagt. So richtig schlimm hat es unsere Region zwar nicht erwischt, aber Schäden gab es trotzdem. Mehr dazu in einem gesonderten Beitrag.



Baufeldräumung



Eine alte Hecke wird gefällt. Dies ist nur noch im Februar erlaubt





Kleine Fällungen `zur Erholung zwischendurch´



Fällung in Sankt Augustin



Abendstimmung im Baum



Pyramidenpappeln wurden abgetragen








Baumarbeiten auf der Insel Grafenwerth - 
In diesen Tagen werden die Baumpflege- und Fällarbeiten in Bad Honnef abgeschlossen. Im Rahmen des Projektes `Grünes Juwel unter neuem Glanz´ wurden dort diverse Maßnahmen durchgeführt. Die Insel soll in Teilen umgestaltet werden. Dies steht zur Diskussion bei Naturschützern und dem BUND. Auch wurden Bäume gefällt. Über den Umbau lässt sich vielleicht diskutieren, zu den Pflegemaßnahmen habe ich eine Meinung. Es wurde nach den Vorgaben eines biologischen Gutachtens gearbeitet. Besondere Kräuter und Stauden am Boden wurden geschützt. Auch ohne Umbau sind die Teile der Insel stark besucht. Die Stadt haftet für den verkehrssicheren Zustand der Bäume. In der Natur wären Astbrüche zu akzeptieren. In diesen Bereichen der Insel könnten dadurch Personen gefährdet werden. Die Baumpflegemaßnahmen wurden behutsamen durchgeführt. So wurde Totholz im Bereich der Promenade entfernt. Im Nordzipfel der Insel waren alte Pappeln nicht mehr bruchsicher. Misteln wurden reduziert, um ein Ausbrechen von Ästen zu verhindern. Holzzersetzende Pilze hatten einzelnen Bäumen zugesetzt. Teile- oder in Einzelfällen auch ganze Kronen wurden nach fachlichen Möglichkeiten eingekürzt. Dies dient der Baumerhaltung und somit auch dem Naturschutz. Habitasbäume mit Höhlungen wurden aus der Baumkrone heraus nochmals bewertet und nach Bedarf beschnitten. So bleibt der Rückzugsort für z.B. den Abendsegler, einer Fledermausart erhalten. Im Rahmen der Umbaumaßnahmen mussten auch einige Bäume gefällt werden. Dabei handelte es sich um geschädigte Pappeln. Die Bäume hatten in den letzten Jahren einen Vitalitätsrückgang. Dabei ist zu erwähnen, dass zukunftsfähige Bäume, wie Eichen, Ahorne und Linden nun mehr Licht und somit bessere Wachstumsbedingungen erhalten haben. Die Bäume waren bisher unterständig und hatten gegenüber den schnellwüchsigen Pionierbäumen kaum eine Chance. Auch werden erhaltenswürdige Laubbäume vor Beginn der Landschaftsbbauarbeiten umgepflanzt. Also kurz gesagt, es besteht ein Konzept bei diesen umfangreichen Maßnahmen. Wir waren dort einige Tage mit mehreren Teams kletternd und mit einer Arbeitsbühne im Einsatz. Wir konnten somit einen Beitrag für sichere Bäume unter Beachtung des Naturschutzes leisten.




Baumarbeiten mit einer großen Hubarbeitsbühne...



und auch kletternd.



Kronenpflege an alten Pappeln



Einige Pappeln mussten gefällt werden






Astbrüche wurden entfernt



Kroneneinkürzung an Pappel



Misteln wurden reduziert



Technikeinsatz am Strand



Teamwork



Aufräumarbeiten






Spaß, nicht nur in den Pausen



Klettereinsatz in Ufernähe



Sonnenuntergang am Rhein







 

 
Baumfällungen der riskanten Art: "Solche Extrembäume hatten wir auch noch nicht." An einem Ausflugslokal wurden weitere Fällmaßnahmen durchgeführt. Alte Buchen im Waldbestand sind nicht mehr sicher. Der Zuweg der Sehenswürdigkeit führt durch den Wald. Viele Besucher laufen dort her. Einigen Buchen fehlt es an Bruchsicherheit. Ein paar Bäume sind nicht mehr standsicher. Holzzersetzende Pilze haben das Holz bereits so extrem abgebaut, dass es sogar uns Fachkräfte verwundert, wie so ein Baum überhaupt gehalten hat. Glücklicherweise wurde kein Fußgänger verletzt. Es war höchste Zeit... Mit Seilunterstützung und schweren Forstseilwinden wurden die dicken Bäume gefällt. Das sägen eines Fallkerbes zur Bestimmung der Fallrichtung war teils nicht möglich. Extremer Steilhang erschwerte ein sicheres Arbeiten. Einzelne Bäume wurden mit der Seilwinde umgezogen. Das Holz zerplatzte regelrecht in der Luft. Fetzen von Weißfäule und Staub schleuderten hoch. Ich habe zwar von Baumsprengungen des THW gehört (der fachliche Sinn ist mir sehr fraglich), aber wir haben es nun ohne Sprengstoff geschafft. Eine Telefon- und Stromleitung verlief im Fällbereich. Alle Bäume konnten ohne Schäden im Umfeld gefällt werden. Ein paar Tage zuvor wurden dort Bäume mit einer speziellen Raupenbühne abgetragen.





Morsche Buchen werden abgetragen









Am Stamm okay, in der Krone jedoch bestand Bruchgefahr



Stämmling zu Weißfäule zersetzt



Gefährliche Fällung im Steilhang